28. April 2016
19:00 Uhr
Eintritt frei

Fouad Laroui liest aus seinen Roman "Die alte dame in Marrakesch" vor

28. April 2016
19:00 Uhr
Eintritt frei

(Kolonial) Geschichte und Gegenwart im Roman

Das Institut für Romanistik der TU Dresden und das Institut français Dresden laden zu einer Begegnung mit dem in Marokko geborenen frankophonen Schriftsteller *Faoud Laroui* ein. Im ersten Teil des Abends wird der Autor seinen in Frankreich äusserst erfolgreichen Roman Die alte Dame in Marrakesch (Merlin Verlag, 2015 - Originaltitel: La vieille dame du riad) vorstellen, anschließend wird eine Diskussion mit dem Autor stattfinden.

Fouad Laoui wendet sich in seinem Roman einer hochaktuellen Thematik zu: dem Zusammenhang zwischen europäischer bzw. französischer Kolonialgeschichte und gegenwärtiger, wechselseitiger Wahrnehmung von Frankreich und Maghreb. Seine Geschichte erzählt von den blinden Flecken in dieser Wahrnehmung, vor allem auf Seiten der Europäer und liefert so zahlreiche kritische Denkanstöße zur Sicht auf die gegenwärtige Welt zwischen Marrakesch und Paris, zwischen Nordafrika und Europa.

Moderation: Dr. Torsten König, Institut für Romanistik der TUD

Sprache: Die Lesung wird auf Französich mit deutschen Untertiteln und die Diskussion wird in beiden Sprachen geführt.

 

Beschreibung des Romans Die alte dame in Marrakesch

François und Cécile sind ein glückliches Paar, sie lieben sich und führen ein komfortables, sorgenfreies Leben in Paris. Und doch fehlt etwas, denn François langweilt sich. Und während er vor seinem Fernseher sitzt, träumt er von der Ferne: Wie wäre es wenn wir einen Riad in Marrakesch kauften? Alle Welt in Paris hat einen Riad in Marrakesch, warum nicht wir? Um endlich Ruhe zu haben von ihrem Mann, den sie in der Midlifecrisis wähnt, gibt sich Cécile geschlagen und willigt ein. Zu ihrer eigenen Überraschung sind die Eheleute binnen kurzem stolze Besitzer eines alten Hauses im Herzen der Altstadt von Marrakesch. Ist nun alles gut? Nicht ganz, – vorher gilt es, die alte Dame umzusiedeln, die in der Zwischenzeit beschlossen hat, von nun an bei ihnen zu wohnen ... Was als unterhaltsame Satire über die selbstgefällige europäische Mittelschicht beginnt, entwickelt sich zu einem in seiner Dichte beklemmenden und anrührenden Drama vor der Kulisse der jüngeren marokkanisch-europäischen Geschichte. Ein großartiger, ebenso spannender wie unterhaltsamer Roman über Versöhnung und Verantwortung.

Fouad Laroui (geb. 1958 in Oujda, Marokko) ist Ingenieur und Wirtschaftswissenschaftler. Heute lebt er in Amsterdam, wo er an der Universität französische Literatur und Philosophie unterrichtet. Fouad Laroui hat bislang acht Romane veröffentlicht und viele Essais und Erzählungen. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem prix Albert Camus, dem prix du meilleur roman francophone und dem prix Goncourt de la nouvelle. Larouis jüngster Roman "Les tribulations du dernier Sijilmassi" stand auf der Auswahlliste für den prix Goncourt 2014.

 
Quelle: Merlin Verlag

 

 

 

 

                           

 

 

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Literatur