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11. November 2017
21:30 Uhr
21.00 € / 11.00 € (ermäßigt)

[Hellerau] Frédéric Flamand - Orfeo II

Hellerau - Großer Saal
11. November 2017
21:30 Uhr
21.00 € / 11.00 € (ermäßigt)

Lange Nacht – Sleeping with Appia under von Salzmann's sky.

In Erinnerung an die von Adolphe Appia, Emile Jaques-Dalcroze und Alexander von Salzmann 1912/1913 inszenierte Oper Orpheus und Eurydike in Hellerau.

Vor einigen Jahren inszenierte der belgische Regisseur Frédéric Flamand Orpheus und Eurydike in der Oper von St. Stephan und der Oper von Versailles. Für Rekonstruktion der Zukunft wird er eine Rekonstruktion seines Werkes Orfeo II zeigen. Zwei Orfeos (der Sieger, der Verlierer) spielen und verkörpern alle Charaktere der Oper (Amor, der Gott der Liebe, der Hund Cerberus, die Furien, die freudigen Schatten der Champs Elysées), nur nicht Eurydike, die sie verzweifelt suchen.

Orfeo II ist der Mythos der absoluten Begierde und des verbotenen Blickes. Flamand verortet den Mythos in einer modernen Stadt, die er mit dem belgischen Künstler Hans Op de Beeck konzipierte und die als Modell aus 500 weißen Zuckerwürfeln, Plasteflaschen und Holzstücken in Filmaufnahmen präsentiert wird.

Flamands Inszenierung befragt die heutige Welt, in der wir ständig mit widersprüchlichen Bildern bombardiert werden.

Text: Hellerau

Wir bieten Karten für 12€ als Gruppentarif. Einschreibung in der Mediathek.

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Im Rahmen von einem Projekt von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

 Rekonstruktion der Zukunft / Raum – Licht – Bewegung – Utopiekuratiert von Héctor Solari

Es war nicht weniger als der Aufbruch in eine neue Dimension: Als 1911 der Theaterreformer Aldolphe Appia, der Rhythmiker Émile Jaques-Dalcroze, der Architekt Heinrich Tessenow und der Künstler Alexander von Salzmann in Hellerau zusammentrafen, schufen sie mit dem Großen Saal des Festspielhauses den Idealraum für das Theater des 20. Jahrhunderts. Die von Appia aus flexiblen Elementen konstruierte Bühne und von Salzmanns schattenfreier Lichtraum eröffneten ganz neue Ausdrucks- und Inszenierungsmöglichkeiten. Ob Theatergrößen wie Max Reinhardt und Jacques Copeau oder die späteren Architekten der Moderne Le Corbusier, van de Velde und Mies van der Rohe – sie alle wurden von diesem völlig neuen Raum- und Theatererlebnis nachhaltig inspiriert und beeinflusst.

Für das Projekt Rekonstruktion der Zukunft wird 2017 nun nach über 100 Jahren zum ersten Mal die Appia-Bühne mit ihrem ursprünglichen Beleuchtungskonzept im Festspielhaus Hellerau nachgebaut. Wir haben Choreografen, Regisseure und Bildende Künstler beauftragt, sich mit den Möglichkeiten dieser revolutionären und gleichzeitig historischen Bühne auseinanderzusetzen. Vom 17. Oktober bis 11. November werden ihre Arbeiten Appias Bühnenvisionen aufgreifen und in die Gegenwart transformieren, darunter Robert Wilson, Richard Siegal, Jan Martens und Luis Camnitzer. Ein wissenschaftliches Rahmenprogramm mit Richard Beacham und anderen Appia-Experten begleitet das Projekt.

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