© Roger von Heereman_MERLIN VERLAG
29. April 2020
19:00 Uhr
Eintritt frei

Lesung und Gespräch mit Boualem Sansal : "Der Zug nach Erlingen oder Die Verwandlung Gottes"

Erich Kästner Haus für Literatur / Villa Augustin, Antonstraße 1, 01097 Dresden
29. April 2020
19:00 Uhr
Eintritt frei

Lesung und Gespräch mit Boualem Sansal

Ungeschönt, offen und sarkastisch nimmt Boualem Sansal in seinem Roman Der Zug nach Erlingen oder Die Verwandlung Gottes (Merlin-Verlag 2019; frz. Le train d´Erlingen ou La métamorphose de Dieu, 2018) zentrale Themen der Gegenwart in den Blick: religiösen Extremismus, den hemmungslosen globalen Kapitalismus, die Umweltzerstörung und den bürgerlichen Phlegmatismus sowie Feigheit und Unvernunft, die längst auch die politischen Eliten erfasst haben. Dieser letzte Teil einer Romantriologie erzählt von zwei sehr unterschiedlicher Frauen: Ute von Ebert, Nachfahrin einer Industriellenfamilie und Erbin eines weltumspannenden Industriekonzerns in Erlingen und Elisabeth Potier, Französin und Privatlehrerin in Bremen, die den verwöhnten Sprössling einer alten hanseatischen Industriellenfamilie unterrichtet. Beide Frauen erkennen in einer bedrohlichen Situation die Gefahren, die vom Zerfall der Demokratie und von religiösem Extremismus ausgehen und beginnen, sich zu wehren. Ihre Geschichte ist ein kraftvolles Plädoyer dafür, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen!

Boualem Sansal, geboren 1949 in Algerien, gehört zu den einflussreichsten Gegenwartsautoren Algeriens und Nordafrikas. In seinem literarischen Werk setzt sich der aufgeklärte Weltbürger kritisch mit den gesellschaftlichen und kulturellen Herausforderungen der arabischsprachigen und der westlichen Welt bzw. deren Verhältnis auseinander. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, u.a. dem Grand Prix du roman de l’Académie française (2015) und dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels (2011).

 

Lesung und Diskussion auf Deutsch und Französisch.

Moderation: Roswitha Böhm, Torsten König

Eine Veranstaltung des Centrum Frankreich | Frankophonie TU Dresden, in Kooperation mit dem Institut Français Sachsen, dem Erich Kästner Haus für Literatur und dem SFB 1254 „Invektivität“ TU Dresden.

 

Kontakt: cff_dresden@mailbox.tu-dresden.de, kontakt@kaestnerhaus-literatur.de, mareike.bergelt
@institutfrancais.de

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